Insolvenz für Neckermann

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Nachdem nun Schlecker inzwischen pleite ist, steht auch das nächste Unternehemn vor dem Aus. Das im Jahr 1950 gegründete traditionsreiche Versandhaus Neckermann hat Insolvenz angemeldet. Vor allem für die 2400 Beschäftigten ist dieser Umstand natürlich tragisch. Denn man hatte sich noch berechtigte Hoffnungen gemacht, dass die Firma doch noch zu retten sei. Als der aktuelle Eigentümer, der Finanzinvestor Sun Capital, das Unternehmen 2007 erworben hatte, war man noch guter Dinge, das eine Sanierung möglich sei. Doch nicht einmal fünf Jahre später sieht alles nach einem Zusammenbruch des Unternehmens aus, da der Investor nicht mehr bereit ist, neues Kapital bereit zu stellen. Zwar hat man in intensiven Gesprächen versucht, gemeinsam mit Sun Capital eine Lösung zu finden, doch sieht der Sanierungsplan eine Finanzspritze von mindesten 60 Millionen Euro vor. Eine Summe, die die amerikanische Investmentfirma nicht aufbringen will. So hätte man höchstens 25 Millionen Euro aufgebracht. Diese reichen aber nicht ansatzweise aus, um die Neckermann weiter am Leben zu erhalten. Die Probleme von Neckerman sind nicht neu, seitdem der Gründer das Unternehmen 1976 an Karstadt abgegeben hatte. Auch unter Karstadt blieben meistens die schwarzen Zahlen aus. Obwohl seit langen für den Erhalt von Neckermann und die Weiterbeschäftigung der Angestellten gekämpft wurde, kam man mit den Amerikanern nicht zu einer Lösung. Es wurde vorgeschlagen, einen Sozialplan umzusetzen, Abfindungen in einem gewissen Umfang zu zahlen und eine Transfergesellschaft einzurichten. Auch wenn der Investor zuerst zustimmte, so kam man jetzt zu dem Schluss, das sich die Kosten nicht finanzieren lassen. Wie es jetzt weiter geht ist nicht ganz klar. Das Kataloggeschäft ist ja bereits seit April eingestellt. Der Onlineshop dürfte bald folgen.  

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