Günstige Immobilien per Zwangsversteigerung

Für einen ist es ein Trauerspiel, für den anderen jedoch Grund zum Jubeln: Die Rede ist von Zwangsversteigerungen von Immobilien. Zwar werden die meisten versteigerten Objekte von Banken, Bauunternehmen, Maklern oder Investoren gekauft, die dann renovieren und deutlich teurer weiterverkaufen, doch wer Geduld und eine Prise Glück mitbringt, kann auch als Privatperson bei einer Versteigerung ein echtes Schnäppchen machen und eine tolle Immobilie bekommen!

Wie so oft im Leben ist der Erfolg dieses Projekts zunächst von der richtigen Vorbereitung abhängig. Die Termine werden wochenlang im Vorraus festgehalten, was einem mehr als genug Zeit gibt, alles nötige zu erledigen. Zunächst sollte das Verkehrswertgutachten studiert werden, vor allem der Unterpunkt Besonderheiten. Auch der Grundbuchauszug muss im Vorfeld überprüft werden. Wem es das Objekt richtig angetan hat und wenn keine gröberen Mängel oder Vorbelastungen existieren, lohnt es sich auch, vor der Versteigerung Kontakt mit dem Hauptgläubiger aufzunehmen: Vielleicht lässt sich unter vier Augen bereits ein Vertrag unterschreiben oder aber ein Mindestpreis festhalten, den gewerbliche Interessenten sofort abschrecken.

Es lohnt sich ebenfalls, einfach ein paar Auktionen zu besuchen, ohne mitzusteigen – so lernt man das Prozedere praktisch kennen. Der Besuch einer zu ersteigernden Immobilie vor Ort, kann gelingen, gesetzlich gibt es dafür aber keine Grundlage. Wem aber der Zutritt verwehrt wird, kann sich ausmalen, warum. Auch ein Gang aufs Amt lässt sich nicht vermeiden, wenn man auf Nummer sicher gehen will: Das Bauplanungsamt informiert über die Zukunft des Viertels, das Bauaufsichtsamt über Nutzungsbeschränkungen, Baulasten und eventuellen Erschließungskosten, das Wohnungsamt, ob es sich um einen sozialen Wohnungsbau handelt und das Grundbuchamt stellt das bereits erwähnte Grundbuch mit der gesamten Vorgeschichte des Objekts zur Verfügung.

Wenn es dann endlich so weit ist: Das eigene Angebot erst möglichst spät verkünden, das machen nämlich alle so. Im Vorfeld am besten ein persönliches Limit setzen. Zu niedrige Angebote verärgern die Gläubiger, hohe Angebote direkt zu Beginn können eine geschickte Taktik zum Vertreiben von Konkurrenten sein. 

Hinterlasse eine Nachricht