Berlin: Ein Viertel der Kinder lebt von Hartz IV
Veröffentlicht am 26/01/2012 in Hartz4
Kinderarmut © Berchtesgaden - Fotolia.com
Eine neue Unicef Studie lässt aufhorchen: ein Viertel aller berliner Kinder wächst in einem Elternhaus auf, indem Arbeitslosigkeit herrscht. Bei 27 Prozent aller Kinder in Berlin wird das Frühstück von Hartz IV bezahlt. Unicef fordert nun eine bessere Unterstützung für Alleinerziehende, da diese von besonders großer Armut betroffen sind.
Laut einer Studie leben in Berlin die Hälfte aller Kinder in einer Familie mit nur noch einem Elternteil. 50 Prozent der Eltern sind alleinerziehend und leben mit oder ohne einem neuen Partner zusammen. Vor allem Mütter seien davon betroffen. Die Studienergebnisse führen weiter aus, dass Alleinerziehende im Schnitt 40 Prozent weniger Geld haben als “normale” Familien. Für die kindliche Entwicklung spiele jedoch die Situation der Eltern eine erheblich Rolle laut Hans Bertram, einem Wissenschaftler der Humboldt Universität. Kinder nehmen ihre Eltern zum Vorbild. Wenn ein Viertel aller Kinder sieht, dass die Eltern nicht arbeiten, fehlt die Komponente des Verantwortung Übernehmens für die eigene finanzielle Situation.
In Armut aufwachsen führt weiterhin zu einem negativen Selbstbild. Kinder, deren Eltern selbst nicht arbeiten und die von Hartz IV leben, nehmen sich selbst als defizitär war. Laut einer Umfrage zu materiellem Wohlbefinden, belegt Berlin den drittletzten Platz. Bei direkten Befragungen von Kindern bestätigen sich die Studien Ergebnisse. Unicef-Vorsitzende Heraeus appelierte an die zuständigen Behörden mehr für die Unterstützung von Alleinerziehenden zu tun. Berlin müsse mehr für die Kinder machen und kinderfreundlicher werden. In einem anderen Bundesland gäbe es soviel Klagen wegen Lärmbelästigung durch Kinder wie hier. Eine bessere finanzielle Unterstützung der Familien sei gefordert um in Zukunft Kinder zu stärken, schließlich sind sie die Zukunft.